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23.09.2014

Neue Kantine von KNOWSPACE

Tradition trifft Moderne: KNOWSPACE hat sein jüngstes Projekt in China fertiggestellt. [...]

Auf dem Campus der staatlichen hydrogeologischen Forschungs- und Versuchsanstalt Baoding (CHEGS) errichtete KNOWSPACE die neue Mitarbeiterkantine. Das zweigeschössige Gebäude bietet Raum für den Speisebereich mit dazugehöriger Küche sowie einen Mehrzwecksaal, der als Veranstaltungs- und Versammlungsort dient.

Sein besonderes Aussehen verleiht dem konsequent kubischen Baukörper die zweischalige, klar strukturierte Gebäudehülle. Während innen großflächige Fenster ein Gefühl von Offenheit entstehen lassen, sorgt von außen eine perforierte Natursteinfassade aus gelbgekörntem Granit mit graduell zu- und abnehmenden Lochgrößen für optimale Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse. Inspiriert wurde diese Konstruktionsform von den traditionellen, aus Lehmziegel gemauerten Rosinen-Trockenhäusern in der Provinz Xinjiang – einem der Hauptforschungsgebiete der CHEGS.

Weitere Projekte auf dem Campus – ein Pförtnerhaus, ein Laborgebäude, sowie die Neugestaltung einer Fassade – befinden sich noch in der Bauphase und werden bis 2015 beendet.

 

 

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05.09.2014

Soteria von thinkbuild

Atmosphäre als Therapeutikum [...]

»De-Warding« nennt Jason Danziger die Entinstitutionalisierung der Räume: In der Soteria Berlin, einer neuen psychiatrischen Station der Charité im St. Hedwig, wandte er das Prinzip gemeinsam mit dem Psychiater Dr. Martin Voss an und schuf einen Ort, der so gar nicht an die nüchterne Atmosphäre eines klassischen Krankenhauses erinnern will.

Soteria, der griechische Begriff für »Rettung«, steht für eine alternative stationäre Behandlung von Menschen in psychotischen Krisen. Das interdisziplinäre Projekt der Charité stützt sich »auf die therapeutische Wirkung eines gestalteten Milieus«, das räumliche und soziale Aspekte miteinander verknüpft. Die geschaffene Atmosphäre soll durch den Einsatz »therapeutisch-atmosphärischer Mechanismen« Einfluss auf die Wahrnehmung der Patienten haben und dadurch Behandlungsziele fördern.

Herausgekommen ist eine kleine Raumrevolution: Ärztebüros existieren nicht, die Personalräume sind für die Bewohner der Lebensgemeinschaften offen zugänglich und der Anteil an Gemeinschaftsflächen ist, im Vergleich zu vergleichbaren Stationen, sehr hoch. Damit werden hierarchische und physische Trennungen aufgelöst. Auch dem Einsatz und der Wirkung von Farbe kommt eine tragende Rolle zu. Gemeinsam mit den Möbeln, die zum Teil nach Entwürfen von Jason Danziger hergestellt wurden, sind sie Teil des »therapeutisch-atmosphärischen Mechanismus«.